Eine COM Schnittstelle einbauen (mittels der Platine von Carsten)

In den MCT NAS Geräten ist eine COM Schnittstelle vorhanden. Da diese aber mit TTL Level arbeitet benötigt man eine Pegelwandlung um diese RS232 mit dem PC verbinden zu können. Hier beschrieben ist nun die Variante mit einer Platine von Carsten die eine Sub-D Buchse female zum Festeinbau in die Rückwand bereitstellt.

1. Warum eine serielle Schnittselle?

Für den normalen Betrieb mit einem offiziellem Image wird natürlich keine serielle Schnittstelle benötigt.
Wenn man aber ein Alternativimage benutzen will oder aber einen scheinbar nicht mehr funktionsfähigen Claxan besitzt (wenn die TFTP Flashfunktion des Bootloaders nicht greift) dann ist eine serielle Schnittstelle von Vorteil, desweiteren kann man sich immer seriell mit dem Gerät verbinden da Telnet per default in den offiziellen Images abgeschaltet ist.
Wer mit dem NAS aktiv an der Softwareentwicklung teilnehmen will benötigt eine RS232 eigentlich obligatorisch!

Aber Achtung!!! Wer einen solchen Einbau vornehmen will sollte wissen das er damit alle möglichen Garantieansprüche verwirkt da er eine Veränderung der Hardware vornimmt!!


2. Was macht die Platine?

Die Hauptplatine des Claxan hat eigentlich schon eine vollwertige Schnittselle on Board. Nur benutzt diese leider 3,3V TTL. Wenn man diese so an einen PC anschliesen würde währe diese sofort zerstört. Wahrscheinlich gibt es auch Defekte an der CPU. Daher muß eine Schnittstellenwandlung auf 5V erfolgen. Dafür gibt es fertige Schaltkreise und Schaltungen.

Basis für die Schaltung ist ein Projekt welches beim WRT54xx zum Einsatz kommt. Im Gegensatz zu den WLAN Geräten von Linksys besitzt der Claxan aber nur eine serielle Schnittstelle. Daher wurde die zweite Schnittstelle zwar mit vorgesehen liegt aber brach. Basis der Schaltung ist ein MAX2323. Dieser kommt mit 3,3V Betriebsspannung aus. Diese stehen auf der Hauptplatine mit bereit. Somit entfällt eine aufwendige Spannungsbereitstellung. Dadurch minimiert sich auch der Bauteilaufwand auf den MAX3232 plus 5 Elkos für die Spannungspumpen und einen Taster für den Bootjumper. Da die Platzverhältnisse im NAS sehr eng sind wurde die Schaltung in SMD aufgebaut. Die Verbindung zur Hauptplatine erfolgt über ein Flachbandkabel welches an beiden Enden steckbar ist. Lötarbeiten fallen nur auf der Hauptplatine für zwei kleine Minitursteckverbinder an.
Die Platine erledigt also die Pegelwandlung und verlängert den Bootjumper an eine zugängliche Stelle und macht die RS232 steckbar. Die Platine sieht vorverlötet so aus:

prebuilded PCB-v2


3. Was muss ich einbauen?

Zum Einbau sollte man mindestens etwas Löterfahrungen haben! Ebenso sollte man mit einem Akkuschrauber, Dremel und einer Feile umgehen können. Der Einbau gliedert sich in zwei Schritte.

3.1 Öffnungen in der Rückwand erstellen

Dieser Schritt ist für alle Geräte gleich. Hierfür benötigt man Akkuschrauber mit Metallbohrern bis 4mm, einen Körner, einen Dremel, etwas Malerkreppband sowie ein Lineal und Bleistift. Klebt zunächst alles wo es Kratzer geben könnte mit dem Malerkreppband ab. Klebt auch die Innenseite der Front ab! Die Metallspäne die an der Frontklebefolie haften bleiben sind sonst fast nocht mehr weg zu bekommen. Auch die Hauptplatine legt weit weg! Die bearbeiten wir später.
Entnehmt nun dem folgenden Bild die Maße und zeichnet diese auf die Rückwand. Dann körnt die Bohrungen vor und fangt mit kleinen Bohrungen an.

backside view for pcb v2

Prüft den Einbau mit einem Sub-D 9 Verlängerungskabel indem Ihr den Stecker auf die Buchse steckt. Der Stecker muss sich komplett in der Tiefe aufstecken lassen und dabei nicht klemmen! Der Taster für den Bootjumper darf auch nicht klemmen. Als nächstes müssen noch die Miniatursteckverbinder auf der Hauptplatine verlötet werden.


3.2a Verbindungspunkte auf der Hauptplatine bei Geräten mit 133MHz CPU (NAS110, SA110, SA113)

Die Anschlußpunkte findet auf der Frontseite fast am Platinenanfang. JP1 beinhaltet die COM und die Spannungsversorgung, JP8 ist der Bootjumper. Auf diese beiden Leisten sind die Miniatursteckverbinder anzulöten.

circuit points for rs232 on 133 MHz devices installations points for adaptercable pcb-v2 from carsten on the mainboard

Die im Bild zu sehenden zwei zusätzlichen grünen Anschlußkabel sind OPTIONAL!! Diese sind für den einfachen Betrieb der COM nicht nötig!


3.2b Verbindungspunkte auf der Hauptplatine bei Geräten mit 200MHz CPU (NAS200, SA200)

Die Anschlußpunkte liegen hier etwas anders. Die Anordnung ist die selbe. Von der Front aus gesehen liegen die Anschlußpunkte links neben der CPU. Das Prinzip ist das selbe wie bei den Geräten mit 133MHz.

circuit points for rs232 on 200MHz devices installations points for adaptercable pcb-v2 from carsten on the mainboard


Noch ein paar Hinweise zum Löten.

Ihr solltet wirklich etwas Erfahrung mit dem Löten haben! Die +3,3V kommen aus dem Mittellayer. Wenn man hier das Lötauge zerstört muß man sich die +3,3V von einer anderen Stelle fädeln! Der Lötpunkt der GND erschließt ist auch etwas defizil. Hier muß eine große Fläche erhitzt werden. Wenn man dies nicht beachtet meint man zwar den Stift angelötet zu haben hat aber statt dessen nur eine kalte Lötstelle was sich dann mit einem Wackekelkontakt bemerkbar machen kann.

Recht gut klappt es wenn man die Lötaugen gut vorverzinnt hat. Hierfür wird ein gutes Flussmittel benötigt. Das GND Lötauge erhitzt man am besten mit Heißluft oder einem Gaslötkolben ohne Lötspitze vor. Aber Achtung! Nicht zu lange erhitzen, der Kleber der Kupferfolie hält nicht ewig.

Wenn Ihr erfolgreich gelötet habt dann befestigt die Miniaturbuchsen noch zusätzlich! Entweder mit Sekundenkleber oder ein paar kleinen Tropfen aus der Heißklebepistole. Die Stecker vom Kabel mit viel Gefühl aufstecken oder abziehen. Sonst kann man nochmal von vorne anfangen.

to be countinued ...

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